Losstopschade

Die virtuelle UTF-8 Einbahnstraße von Daniel Diekmeier. Archiv. Jetzt abonnieren →

Noch ein Artikel über süddeutschen Nachthimmel

Letzte Woche war ich mal wieder in Süddeutschland und habe meine Eltern besucht. Erneut war es nachts extrem dunkel, erneut machte ich einen Spaziergang mit meiner Schwester, aber diesmal hatte ich meine Kamera dabei.

Dafür, richtig gute Fotos vom Nachthimmel zu machen, war ich jedoch bei weitem nicht ausgerüstet. Ich hatte ein 35mm Objektiv und … sonst nichts. Um die Kamera in einem günstigen Winkel zu stabilisieren, benutzte ich meinen rechten Schuh. Ihr lest richtig: Ich zog um Mitternacht auf einem Feldweg in der Provinz einen meiner Schuhe aus, um eine Kamera darauf zu balancieren.

Den Umständen entsprechend bin ich mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden. Klar, die Fotos rauschen lächerlich stark (weil ich unnötigerweise mit ISO 4000 fotografiert habe, obwohl ich doch Dank meinem alten Kumpel Chuck Taylor alle Belichtungszeit der Welt hatte), das starke Rauschen macht wiederum eine ordentliche Farbkorrektur schwierig, teilweise sind die Fotos nicht ganz scharf (oder zu scharf, so dass die Sterne extrem klein sind), 35mm ist viel zu weitwinklig, um Sterne in einer adäquaten Größe aufnehmen zu können, und so weiter, und so weiter.

Doch was soll’s: Trotzdem habe ich den großen Wagen (erstes Foto) und die Milchstraße (drittes Foto) einfangen können! Und der helle Punkt auf dem zweiten Foto? Fucking Mars! Unglaublich. Also: Schmeißt euer teures Stativ in die Donau, kauft euch einen rechten Converse All Star, legt euch auf einer unbefahrenen Dorfstraße auf euren Bauch, und macht einfach mal ein Foto von der Galaxie, in der ihr wohnt.

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