Svenja imitierte gerade ein Entchen, als ich sie überraschend fotografierte.
Man denkt, man kann machen, was man will, und dann macht man, was man will, und dann ist es kaputt.
Yours truly in der neuesten Konferenz 28-Folge.
Zu euch gebracht vom »Oh, eine Gitarre«-Samstagabend.
Letztes Jahr schrieb ich sagenhafte 208 Worte für den NaNoWriMo. Hier kann man sie lesen.
»Es gibt nichts Gutes, außer man tut etwas anderes«, dachte Pliening, schob die Schreibmaschine zur Seite und zog ein Thunfischsandwich aus einem Aktenordner, der auf seinem Schreibtisch lag.
»Es gibt nichts Gutes, außer Thunfisch«, dachte Pliening, biss in sein Brot und kaute.
Während er aß, wanderte sein Blick über seinen Schreibtisch. Sein Büro bot nicht genug hübschen Schmuck, als dass es sich lohnen würde, den Blick über irgendetwas als den Schreibtisch schweifen zu lassen.
Der Schreibtisch war zugegebenermaßen auch nicht sonderlich hübsch, aber das war nicht schlimm, denn er war gleichzeitig ziemlich klein, und so musste man zumindest nicht so viel von ihm ertragen.
Auf ihm türmten sich Bücher, lose Blätter, Kugelschreiber, Fotografien, Landkarten, Aktenordner mit Akten und Broten, Briefumschläge und mittendrin stand die große Schreibmaschine, die Pliening soeben auf die Seite geschoben hatte.
Pliening seufzte. Es war höchste Zeit, mal wieder aufzuräumen. Das bedeutete aber auch nur, dass es höchste Zeit war, etwas zu finden, das wichtiger war als aufzuräumen.
Er hatte Glück.
Aber nicht sofort. Zuerst würde er noch ein bisschen essen, tippen und prokrastinieren müssen, doch das ist nicht sonderlich spannend, darum begeben wir uns in der Zwischenzeit an einen anderen Ort, an dem Dinge geschehen, die wichtiger für die Geschichte sind.
Neulich, so ungefähr im August, als ich noch Kleiderkreiselblogger™ war, begann ich diesen Text hier. Weil ich den Kleiderkreiselblog dann verließ, wurde er nie fertiggestellt. Dennoch finde ich ihn, nachdem ich ihn gerade beim Aufräumen fand, zu unterhaltsam, um ihn einfach wegzuwerfen.
Als ich damals™ mit Sophie telefonierte, damit sie mir den Kleiderkreiselblog erklären konnte, sagte sie zu mir und Marlen, dass man über alles schreiben kann, was man will, ganz egal, ob DIY, Kunst, Fotos, Schminksachen oder Jungs.
Jungs?
Total gute Idee! Ich als Vertreter des männlicheren Geschlechts kann natürlich wertvolle Hilfestellungen geben, wenn es darum geht, zu erklären, wie man seinen Schwarm oder potentiellen Ehemann am besten auf sich aufmerksam macht.
Denn Jungs sind, entgegen weitläufiger Meinung, gar keine hirnlosen Penismaschinen. Zumindest manche. Ich kann die Existenz von Penismaschinen leider nicht ausschließen, hoffe aber, dass das intelligente und gutaussehende Kleiderkreiselpublikum einen hervorragenden Geschmack hat und sich nur höfliche und nette Jungs aussucht.
Denn höfliche und nette Jungs sind leicht zu finden. Es gibt sie überall. Es gibt sogar höfliche und nette Jungs, die nicht auf andere höfliche und nette Jungs stehen.
Denn im Ernst, Mädelz, wollt ihr wirklich mit einem harten Kerl zusammen sein, weil er besonders ungeduscht und badass ist, die lockersten Hosen (in zweideutiger Hinsicht!) trägt, der König vom Busbahnhof ist und vielleicht sogar noch raucht?*
Denn wie Farin Urlaub schon sagte, wollen wir doch alle mehr oder weniger das selbe, seit es Menschen gibt: Einen Platz an der Sonne, genug zu essen, ein Bett, und jemanden der uns liebt.**
Und ist das wirklich Liebe, wenn er nicht auf deine SMS antwortet? Schreibt überhaupt noch jemand SMS in unserer modernen Zeit voller Facebook und Chats und Smartphones?
Denn, wenn man irgendetwas in Beziehungen nicht aus den Augen lassen sollte, dann ob man sich überhaupt gegenseitig verdient. Denn eine richtige Beziehung ist keine Aneinanderreihung von den besten Entschuldigungen, die es gerade so schaffen, die aufkommenden Probleme zu verdecken.
* Denn Rauchen ist kacke. Jeder, der behauptet, Rauchen sei nicht kacke, hat sie nicht mehr alle. Wer wirklich der Meinung ist, es sei nicht bescheuert, eingewickeltes getrocknetes Kraut anzuzünden und den Dampf einzuatmen, um Lunge und Geldbeutel zu ruinieren, hat nichts besseres verdient.
** Denn wie weit geht eigentlich Originalität subkultureller Identität? Und wo wir gerade beim Thema sind, wüsste ich gerne mal, sind Fremdworte in Kleiderkreiselblogposts legal, oder wirkt das zu rational?